360 Grad Feedback Methode

Zum erfolgreichen Führen gibt es für Führungskräfte einen umfangreichen “Werkzeugkoffer“. Ein Feedback darüber, wie erfolgreich ein Manager seine Werkzeuge einsetzt, erhalten Führungskräfte durch die 360 Grad Feedback Methode. Der Begriff 360 Grad Feedback steht dafür, dass von allen Seiten eine Beurteilung der Manager erfolgt. Von Seiten der Mitarbeiter, des Vorgesetzten genauso wie durch Kunden und Kollegen. 360 Grad Feedbackmethode steht also für die “Rundummethodik“, alle Beteiligten mit einzubeziehen. Doch wie soll man denn Führungskräfte bewerten? Ist denn Führung keine Individualleistung? Hierauf antworten Führungskräftetrainer mit einem klaren “Nein“. Denn die Erfolgslandschaft von Managern wird gestaltet durch das richtige Werkzeug, zur richtigen Zeit, für die passende Aufgabenstellung.

So wie der Mechaniker in seinem Werkzeugkoffer Werkzeuge wie Schraubendreher, Schraubenschlüssel, Bohrer und vieles mehr mit zur Baustelle nimmt, so besitzt auch die Führungskraft zahlreiches Werkzeug. Von Anweisungsarten über Führungsstile, bis hin zu Fragearten, Körpersprache, Aktives Zuhören und andere Kommunikationswerkzeuge. Doch wie auch der Mechaniker, weiß auch der Manager, dass der Einsatz seines Werkzeuges nur erfolgversprechend ist, wenn er das passende Werkzeug für die jeweilige Aufgabenstellung auswählt und den Einsatz dieses Werkzeuges erlernt hat und beherrscht. Da es jedoch nicht einfach ist die eigene Wirkung auf andere Menschen zu beurteilen, benötigt auch der Manager Feedbacks über seine Leistungen. Deshalb hat sich die 360 Grad Feedbackmethode in der Praxis bewährt. Vielen Managern ist es sehr wichtig die Auswertungen der 360 Grad Feedbackmethode regelmäßig zu erhalten und sie bestätigen, dass seit dem sie diese Feedbackmethode kennen, sie bewusster und damit erfolgreicher mit ihren Führungsinstrumenten umgehen.

Manager stehen in heutigen Zeiten auch mal schnell im negativen Rampenlicht. Klar, wo gearbeitet wird entstehen auch Fehler. Bei Handwerkern gibt es den Spruch, den guten Handwerker erkennt man daran, wie er seine Fehler korrigiert und ist dies nicht mehr möglich, wie er “murkst“, ohne das es der Kunde merkt. Die Schelte an Führungskräften ist nicht immer gerechtfertigt, denn die Tragweite von Managemententscheidungen ist nun einmal breiter und schwerwiegender, als beispielsweise ein Buchungsfehler eines Sachbearbeiters. Die Leistungen von Führungskräften im Tagesgeschäft wird oftmals unterschätzt. Man schaut sehr schnell nur auf die Bezüge eines Vorstands, jedoch sehr wenig auf das, was er dafür tut und zu verantworten hat. Übrigens, die 360 Grad Feedbackmethode wird zunehmend auch von Aufsichtsräten für die Beurteilung von Vorständen gefordert, um sicherzustellen, dass nicht “shareholder value“ auf Kosten der Gesundheit des Unternehmens oder der Zukunft erwirtschaftet wird.

Ein einfacher Vergleich soll die Komplexität von Führungswerkzeugen zeigen. Jeder würde einen Mechaniker belächeln, wenn er versucht mit einem Schraubenschlüssel ein Loch in die Wand zu bohren. Jetzt stellen Sie sich vor, ein Mitarbeiter kommt mit einem persönlichen Problem zu seinem Vorgesetzten und dieser kann ihm sofort sagen was zu tun ist. Wie fühlt sich der Mitarbeiter, der vielleicht schon zwei Tage über das Problem nachgedacht hat? Vielleicht fühlt er sich klein, dumm oder erniedrigt. Je nach seiner Sensibilität und Schwere des Problems für ihn. Der erfahrene Manager findet in seiner Werkzeugkiste das Werkzeug “Zuhören und sondierend Nachfragen“. Er hat gelernt, dass es wichtig ist, dass mitarbeitende Mitarbeiter selbst Lösungen finden, auf die sie stolz sind. Nur stolze Mitarbeiter sind loyal und erzeugen Spitzenleistungen.

Das Dankeschön von so geführten Mitarbeitern erhält er bei seinem nächsten persönlichen 360 Grad Feedback. Natürlich anonym, denn es geht um die Führungskräfteentwicklung und nicht darum welcher Mitarbeiter, welche Meinung von seinem Chef hat. Valide wird die 360 Grad Feedback Methode durch die entsprechend große Anzahl befragter Menschen.